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Was ist eine „Schule im Aufbruch“?


Seit 2016 gehört die DPFA Rabenau (Grundschule, Oberschule sowie Berufliches Gymnasium) der Initiative „Schule im Aufbruch“ an. Ziel dieser Vereinigung von Prof. Dr. Gerald Hüther ist eine ganzheitliche und transformative Bildung im Sinne von der UNESCO definierten vier Säulen der Bildung.

Zwei jüngere Kinder malen mit Bleistift im Lernbüro der DPFA Schulen Rabenau nach dem Konzept Schule im Aufbruch.
Die Schulen der DPFA-Rabenau gehören seit 2016 zur Initiative „Schule im Aufbruch“. / Foto: Klimikin/pixabay

„Schule im Aufbruch“ am Beispiel der DPFA-Regenbogen-Schulen Rabenau

Schülerinnen und Schüler der DPFA Rabenau wenden das Konzept „Schule im Aufbruch“ mit den vier Säulen des Lernens bereits ab der ersten Klasse mit Hilfe des selbstorganisierten Lernens an. Bevor der Fachunterricht nach Lehrplan beginnt, starten die Kinder und Jugendlichen jeden Tag im ersten Lernblock ab 8:10 Uhr in sogenannten Lernbüros. Hier steht ihnen Lernmaterial  zu vielfältigen Themen zur Verfügung, welches sie frei wählen können. Die Lehrkräfte stehen der Schülerschaft bei Fragen und Problemen zur Seite. Dieses Vorgehen unterstützt die Begeisterungsfähigkeit und die selbständige Aneignung von Wissen für ein Thema. Dieses Wissen wird beispielsweise in Form eines kreativ gestalteten Plakates dargestellt. Die Umsetzung erfolgt selbstständig oder in Teamarbeit mit Mitschülern. Dabei lernen die Kinder und Jugendlichen sich gegenseitig zu unterstützen, sich zu respektieren und Verantwortung zu übernehmen. Zudem tritt die Schülerschaft im Prozess des selbstorganisierten Lernens als aktiver Gestalter auf. Sie planen, strukturieren und setzen ihre Aufgaben selbst oder in kleineren Teams um.

Viele Eltern finden das selbstorganisierte Lernen sehr gut und unterstützen die „Schule im Aufbruch“. So auch Antje North, Mutter einer Schülerin der DPFA-Regenbogen-Schule Rabenau und erklärt: „Wir haben gesehen, dass unsere Tochter immer selbstständiger wird, dass sie genau weiß, worum es geht und dass sie Freude dabei hat."

Zur Schule im Aufbruch gehören an der DPFA Rabenau Lernbüros mit Lernmaterial in Regalen, Globus, blaue Couch mit Tisch und einem selbst gestalteten Plakat im Hintergrund.
Sogenannte Lernbüros bieten der Schülerschaft vielfältiges Material zum selbstorganisierten Lernen. / Foto: DPFA Rabenau

Die Besonderheiten einer „Schule im Aufbruch“

Der Grundgedanke hinter „Schule im Aufbruch“ ist, dass die Welt den Mensch beeinflusst und umgedreht, dass der Mensch die Welt beeinflusst. In diesem sich wiederholenden Kreislauf sind die „Schulen im Aufbruch“ ein wichtiger Bestandteil. Denn hier geht es um den Menschen, um die Entdeckung und um die Einbringung des Potenzials jedes Einzelnen in eine humane, gerechte und nachhaltige Welt. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass eine nachhaltige Entwicklung Bildung benötigt. „Schulen im Aufbruch“ orientieren sich an den vier Säulen der Bildung, die von der UNESCO wie folgt definiert wurden:

1.  Lernen, wissen zu erwerben.

Das bedeutet notwendige Informationen zu beschaffen und diese zu verarbeiten.

2.  Lernen zu handeln.

Soll heißen, dass geplante Aufgaben bis zum Schluss umgesetzt werden.

3.  Lernen, zusammenzuleben.

Das beinhaltet gegenseitiger Respekt, Unterstützung und Verantwortung füreinander zu übernehmen.

4.  Lernen, zu sein.

Das bedeutet, sich selbst als aktiver Gestalter des eigenen inneren und äußeren Lebens zu sehen.

Lernen setzt Begeisterung voraus

Das Zitat „Wir lernen nur, wenn wir begeistert sind.“ prägte der Neurobiologe und Initiator der Initiative „Schule im Aufbruch“ Prof. Dr. Gerald Hüther. Er und sein Team vertreten die Meinung, dass jedes Kind nur drei Dinge für erfolgreiches Lernen benötigt: es braucht Aufgaben, an denen es wachsen kann. Es braucht Vorbilder, an denen es sich orientieren kann. Und es braucht Gemeinschaften, in denen es sich geborgen fühlt. Eine Schule, in der der Unterricht fachbezogen im 45 Minutentakt stattfindet und alles auf Klausuren und Noten ausgerichtet ist, kann all das nicht erreichen. Schulleiterin Irina Pistorius vertritt die Meinung, dass „der Bildungsprozess so laufen muss, dass die Kreativität der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund steht.“ Die DPFA-Regenbogen-Schulen Rabenau bieten an einem Standort von Grundschule über Oberschulebis Berufliches Gymansium die besten Voraussetzungen dafür. Gerade jetzt sei es wichtig, dass die Lehrer, Eltern und Bildungspolitiker eine Schule für die Zukunft bauen. Eine Schule im Aufbruch.

Weitere Information über die Initiative "Schule im Aufbruch"