Tüfteln, Ausprobieren, Staunen
Ein ungewohnter Anblick vor dem Neubau der DPFA-Regenbogen-Schulen Rabenau: Ein großer schwarzer Doppeldeckerbus hat auf unserem Parkplatz Stellung bezogen. Doch hinter den Türen verbarg sich kein gewöhnlicher Reisebus und auch keine Einladung zur Klassenfahrt, sondern ein alternativer Lernort voller digitaler Möglichkeiten. Vier Tage lang machte das FAB-Mobil bei uns Halt – und sorgte bei unseren Oberschülerinnen und Oberschülern der Klassen 8 bis 10 für große Begeisterung.
Ein Blickfang vor unserer Schule: Der schwarze Doppeldeckerbus des FAB-Mobils – ein Lernort voller Technik und Kreativität. Fotos: DPFA Rabenau
Workshops voller Ideen und Tatendrang
Das Programm bestand aus zwei Workshops zu jeweils zwei Tagen, für die sich die Jugendlichen frei anmelden konnten. Nach einem kurzen Input und einer Einführung in die Technik ging es ins praktische Arbeiten in Kleingruppen – oft auch klassenübergreifend.
Im ersten Workshop stand Upcycling beim textilen Gestalten im Mittelpunkt. Mit viel Kreativität und Begeisterung gestalteten die Jugendlichen Muster und Logos, brachten schließlich eigene Stoffe und Kleidungsstücke mit, plotteten Motive und arbeiteten an der Heißpresse. Sogar sehr filigrane Designs wurden erfolgreich umgesetzt – ein Erlebnis, das nicht nur die Kreativität, sondern auch das Selbstwertgefühl stärkte, wie Lehrkraft Careen Berthold beobachtete: „Ich hätte nicht gedacht, dass das klappt mit den so feinen Mustern – aber sie haben es geschafft. Und sie waren so stolz auf sich!“
Einzelne Schüler modellierten persönliche praktische Gegenstände am Laptop wie z.B. eine Headset-Halterung für den Tisch und letztendlich wurde das Modell über den 3D- Drucker ausgegeben.
Ob textiles Gestalten oder virtuelle Welten programmieren – die Workshops boten jede Menge Raum zum Ausprobieren. Fotos: DPFA Rabenau
Im zweiten Workshop tauchten die Jugendlichen in die Welt der Programmierung und Naturwissenschaften ein. Sie gestalteten eigene virtuelle Welten, arbeiteten mit VR-Brillen und erhielten spannende Einblicke in Halbleitertechnik. So konnten die Schülerinnen und Schüler unter anderem Mikrochips mit ihren unterschiedlichen Ebenen unter dem Mikroskop betrachten.
Jugendliche, die nicht im Workshop teilnahmen erhielten Einblicke über Mikrochips, deren Produktion und Ausbildungsmöglichkeiten über einen Vortrag in Zusammenarbeit mit dem Partner Global Foundries.
Vier Tage voller neuer Ideen und Erfahrungen: Das FAB-Mobil machte Lernen zum Erlebnis. Fotos: DPFA Rabenau
Lernen, das begeistert
Die Workshops boten nicht nur fachliche Impulse, sondern auch viel Raum für selbstorganisiertes Arbeiten. Schülerinnen und Schüler halfen sich gegenseitig, tauschten ihr Wissen aus und gingen voller Stolz nach Hause. Careen Berthold kennt die Schülerinnen und Schüler aus dem Informatik- und Physikunterricht und ist sich sicher: „Dieses Wissen in Anwendung ist in den Jugendlichen nun ganz anders verankert.“ Das FAB-Mobil zeigte eindrucksvoll, wie fächerübergreifendes Lernen zwischen Physik, Informatik, WTH und kreativem Gestalten lebendig werden kann.
Gemeinsam tüfteln, Wissen teilen, Lösungen finden – im FAB-Mobil wurde Teamgeist großgeschrieben. Fotos: DPFA Rabenau
Ein Erlebnis, das bleibt
Dank der intensiven organisatorischen Vorarbeit durch die Praxisberaterin Ulrike Czarnikow war die Arbeit im FAB-Mobil eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag, die Spuren hinterlassen hat: als toller alternativer Lernort, der die Jugendlichen gut abgeholt hat, Selbstvertrauen durch Selbstwirksamkeit stärkt und Gemeinschaft fördert. Viele waren sich einig: „Wir würden sofort wieder mitmachen!“.





















