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Bildungsempfehlung SJ 2025/26


Mit dem Halbjahreszeugnis der vierten Klasse erhält jedes Kind in diesem Schuljahr am 6. Februar seine Bildungsempfehlung. Sie ergibt sich aus den schulischen Leistungen, der Lern- und Arbeitsweise sowie der individuellen Entwicklung. Die Empfehlung hilft bei der Wahl der weiterführenden Schule, legt aber nichts endgültig fest. Die Anmeldung für Oberschule oder Gymnasium ist anschließend bis zum 27. Februar 2026 möglich.

Eine Entscheidung mit vielfältigen Perspektiven

Mit der Halbjahresinformation bekommen Familien eine klare Orientierung. Dabei geht es nicht nur um Noten, sondern auch um Lern- und Arbeitsverhalten sowie die Entwicklung eines Kindes. Die endgültige Richtung sollte nicht ausschließlich auf Grundlage der Empfehlung bestimmt werden, sondern vielmehr berücksichtigen, welche Lernformen, Anforderungen und Schwerpunkte am besten zur individuellen Persönlichkeit passen.

Ein Junge sitzt an einem Tisch vor einem Rechenwerkzeug und löst eine Matheaufgabe.
An einem Tisch sitzt ein Junge und übt gemeinsam mit einer Lehrkraft Hausaufgaben. Auf dem Tisch liegt eine grüne Federmappe.

An den DPFA-Regenbogen-Grundschulen werden knapp 190 Mädchen und Jungen die Empfehlung zu ihrem Halbjahreszeugnis erhalten. Fotos: Niels Eisfeld Fotografie

Oberschule: praxisorientiert und entwicklungsbegleitend

Die Oberschule ist die passende Wahl für Schülerinnen und Schüler, die stark handlungs- und lebensweltbezogen lernen möchten und sich Schritt für Schritt entwickeln. Praxisnahe Lernformen, klare Strukturen und individuelle Förderung stehen im Vordergrund. Sie eröffnet verschiedene Abschlüsse und viele Anschlussmöglichkeiten, auch Richtung Abitur. Hier können Schülerinnen und Schüler ihre Stärken entfalten und verschiedene Abschlüsse erreichen, zum Beispiel den Haupt- und Realschulabschluss. Wer nach dem Realschulabschluss noch das Abitur ablegen möchte, kann beispielsweise an ein berufliches Gymnasium oder eine Fachoberschule wechseln.

Gymnasium: selbstständig und zukunftsgerichtet

Die Bildungsempfehlung für das Gymnasium wird in Sachsen erteilt, wenn der Durchschnitt der Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht in der Halbjahresinformation 2,0 oder besser ist und keines dieser Fächer mit der Note “ausreichend” oder schlechter benotet wurde. Das Gymnasium richtet sich an Kinder, die gerne anspruchsvoll und zunehmend selbstständig lernen und eine hohe Lernbereitschaft mitbringen. Der Unterricht ist oft komplexer und erfordert Durchhaltevermögen sowie eine strukturierte Arbeitsweise.

Mädchen und Jungen sitzen an ihren Tischen im Klassenraum. Alle melden sich und schauen nach vorn.
Jungen und Mädchen stehen nebeneinander und schauen in die Kamera. Sie stehen vor einem Backsteingebäude.

Wenn Eltern und ihre Kinder noch nicht genau wissen, auf welche weiterführende Schule sie wechseln möchten und noch mehr Informationen über die Schulen in ihrem Umkreis benötigen, dann erhalten sie auf der Seite der sächsischen Schuldatenbank einen umfangreichen Überblick über alle Schulen in Sachsen. Fotos: Maik Selbmann Fotografie

Diese Fragen helfen bei der Schulwahl

Neben der Bildungsempfehlung sollten Eltern folgende Fragen bei der Wahl zwischen Oberschule und Gymnasium berücksichtigen:

✔️ Lernt mein Kind lieber praktisch oder eher abstrakt?

✔️ Arbeitet es schon selbstständig oder braucht es klare Führung?

✔️ Wie geht es mit Druck, Tempo und Hausaufgaben um?

✔️ Mag es Herausforderungen oder braucht es mehr Zeit zum Üben?

✔️ Was sagt mein Kind selbst? Wo fühlt es sich wohler?

Fazit: Der beste Weg ist der passende Weg

Ob Oberschule oder Gymnasium: Beide Schularten bieten praxisnahe und zukunftsorientierte Bildungswege – mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Es gibt kein „besser“ oder „schlechter“, sondern den individuell passenden Bildungsweg für jedes Kind. Die Entscheidung ist nicht endgültig, sondern kann flexibel angepasst werden.

Eine Übersicht aller allgemeinbildenden Schulen der DPFA erhalten Sie hier.