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Ausgezeichnete Leistung


Anabel Kullock, Schülerin unseres Beruflichen Gymnasiums, wurde für ihre herausragende Belegarbeit im Fach Chemie mit dem renommierten Dr. Hans Riegel-Fachpreis ausgezeichnet. Der Preis würdigt besonders gelungene vorwissenschaftliche Arbeiten in den MINT-Fächern und wird in Kooperation mit Universitäten vergeben.

Situation Preisverleihung
Anabel Kullock mit ihrem Lehrer Alexander Schmidt bei der sachsenweiten Preisverleihung des Dr. Hans Riegel-Fachpreises, der in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden vergeben wurde. Foto: privat.

Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Ernährungstrends

Die Preisträgerin überzeugte mit ihrer Arbeit zum Thema „Die Vollwertigkeit von Highproteinprodukten“, in der sie sich fundiert mit einem aktuellen Ernährungstrend auseinandersetzte. Im Rahmen ihrer Untersuchungen analysierte sie drei unterschiedliche High-Protein-Puddings und überprüfte deren Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung kritisch anhand der Herstellerangaben. 

Der Dr. Hans Riegel-Fachpreis

Der Dr. Hans Riegel-Fachpreis zeichnet besonders herausragende vorwissenschaftliche Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe aus und wird in Kooperation mit zahlreichen Universitäten in Deutschland und Österreich verliehen. Im Mittelpunkt stehen die MINT-Fächer – darunter Biologie, Chemie, Geografie, Informatik, Mathematik und Physik –, in denen die besten eingereichten Arbeiten eines Jahrgangs prämiert werden. Ziel des Wettbewerbs ist es, wissenschaftliches Arbeiten bereits in der Schule anzuerkennen, junge Talente frühzeitig zu fördern und ihnen zugleich erste Einblicke in die Welt der Hochschulen zu ermöglichen. Jährlich werden mehrere hundert Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet, wobei die Bewertung der Arbeiten durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der beteiligten Universitäten erfolgt.

Frühes Interesse und klare Zukunftspläne

Die Schülerin interessierte sich bereits seit der 10. Klasse für lebensmittelchemischen Fragestellungen und hat früh den Wunsch entwickelt, ihre Belegarbeit in diesem Fach zu verfassen. Auch über die Schule möchte sie ihr Interesse konsequent weiterverfolgen: Nach dem Abitur plant sie ein Studium im Bereich Lebensmittelchemie an der Technischen Universität Dresden. Für ihre ausgezeichnete Leistung erhielt sie neben einer Urkunde auch ein Preisgeld und Zugang zum sogenannten MINT-Tank. Darüber hinaus wurde sie von der Stiftung zu einem Einstiegstreffen aller Preisträgerinnen und Preisträger nach Linz eingeladen. „Das war ein schönes Event und ich konnte einige Kontakte knüpfen“, berichtet die Preisträgerin.

Junge Frau mit Mikrofon
Unsere Abiturientin konnte dank der Auszeichnung dem sogenannten MINT TANK beitreten, der Förder- und Vernetzungsangebote bereithält. Foto: privat.

Engagierte Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

Begleitet wurde die Arbeit von ihrem Fachlehrer Alexander Schmidt, mit dem sie eng und vertrauensvoll zusammenarbeitete. Beide investierten viel Zeit – auch außerhalb des Unterrichts – in die Planung, Durchführung und Auswertung der Experimente. Alexander Schmidt beschreibt den Arbeitsprozess wie folgt: „Anabel hatte schon in Klasse 11 den Wunsch, die Belegarbeit in Chemie anzufertigen und kam auf mich zu. Sie hatte als thematische Ausrichtung eine bestimmte Vorstellung und wir haben uns gemeinsam überlegt, wie eine sinnvolle und umsetzbare Fragestellung dazu aussehen könnte. Anabel hat im Verlauf ihrer Bearbeitungszeit in Klasse 12 mehrere Zwischenergebnisse vorgelegt, die diskutiert wurden. Insgesamt war ihre Leistung stets in hohem Maß geprägt von Eigeninitiative, Fleiß und Können. Ich gönne ihr die Ehrung sehr und wünsche ihr zur weiteren Entfaltung auf ihrem Lebensweg alles Gute.“

Untersuchung zur Vollwertigkeit von Highproteinprodukten

Anabel Kullock wies auf analytisch-chemischem Wege Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettbestandteile sowie Vitamin C qualitativ nach. Anschließend setzte sie die Ergebnisse in Bezug zu gängigen Empfehlungen für eine ausgewogene Energiezufuhr (50 % Kohlenhydrate, 30 % Fett, 20 % Eiweiß). Während eine 200-Gramm-Portion der untersuchten Produkte im Durchschnitt etwa 8 % der täglichen Gesamtkalorienzufuhr abdeckt, ergibt sich hinsichtlich der Nährstoffverteilung ein deutlich verschobenes Bild: rund 10 % Kohlenhydrate, 2 % Fett und 50 % Eiweiß. Vor diesem Hintergrund können die Werbeversprechen der Hersteller kritisch hinterfragt und teilweise als irreführend eingeordnet werden.

Förderung von MINT-Talenten

Mit dieser Auszeichnung wird die Schülerin als besonderes MINT-Talent gewürdigt. Gleichzeitig zeigt ihr Erfolg, wie wichtig individuelle Förderung, fachliche Begleitung und persönliches Engagement für die Entwicklung wissenschaftlicher Kompetenzen sind. Unsere Schule gratuliert herzlich zu dieser besonderen Leistung.