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Arbeiten, lernen, wachsen in Spanien


Aufgeregt, aber voller Vorfreude: So beschrieben einige Schülerinnen kurz vor dem Abflug ihre Stimmung am Flughafen. Sie freuten sich darauf, Sprachkenntnisse anzuwenden, ein neues Arbeitsumfeld kennenzulernen und an den Herausforderungen vor Ort zu wachsen.

Vom 9. bis 22. August 2026 absolvierten 15 Schülerinnen und Schüler der jetzigen Klasse 13 ein Auslandspraktikum in Spanien. Begleitet wurden sie von zwei Lehrkräften sowie unserer Schulassistentin. Neun Schülerinnen waren in Córdoba im Einsatz, sechs Schülerinnen und Schüler auf Mallorca. Die Praktika wurden durch Fördermittel aus dem Programm Erasmus+ finanziert.

Mit Erwartungen im Gepäck

Schon vor der Reise war klar: Die Jugendlichen wollten ihre Sprachkenntnisse anwenden, eine andere Kultur kennenlernen und den eigenen Horizont erweitern. Ein Schüler formulierte vorab, dass ihn besonders die „Kommunikation in der Praxis statt simuliert im Unterricht“ motiviere. Nach neun Jahren Spanischunterricht wollte er erleben, wie es ist, die Sprache tatsächlich im Alltag zu nutzen. Gleichzeitig war da auch Unsicherheit: Für ihn war es die erste größere Reise allein – und die Frage, wie der erste Arbeitstag in einem fremden Land und mit einer fremden Sprache werden würde, blieb spannend.

Neben dem Praktikum blieb auch Zeit, Spanien gemeinsam zu erleben: Bei Ausflügen, Landschaftseindrücken und Momenten in der Gruppe lernten die Schülerinnen und Schüler Land und Leute besser kennen und wuchsen als Gemeinschaft weiter zusammen.

Einblicke in den Arbeitsalltag

Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten in unterschiedlichen Bereichen, unter anderem auf einem Pferdehof, in einem Fitnessclub, bei einem Anbieter für Aktiv- und Outdoor-Tourismus, in einer Mobilitätsagentur und in der Tourismusbranche.

Viele Jugendliche nahmen wahr, dass Arbeit und Alltag in Spanien anders organisiert sind als in Deutschland. Nicht immer wirkte alles so planvoll und strukturiert, wie sie es gewohnt waren. Gerade darin lag eine wichtige Lernerfahrung: flexibel bleiben, nachfragen, sich auf neue Abläufe einstellen.

Sprache, Arbeitsalltag und Begegnungen

Die Verständigung war ein wichtiger Teil der Erfahrung. Die meisten Schülerinnen und Schüler konnten Spanisch anwenden, andere verständigten sich vor allem auf Englisch. Dabei wurde deutlich: Kommunikation muss nicht perfekt sein, um zu gelingen.

Ein Schüler berichtete, dass die Verständigung mit seinen Gastgebern anfangs schwierig war, gegen Ende aber deutlich leichter fiel. Besonders in Erinnerung blieb ihm ein Abend, an dem er sich gemeinsam mit einem Mitschüler fast drei Stunden mit der Gastfamilie unterhielt. Auch kleine Alltagssituationen wurden zu besonderen Momenten – etwa als ihm eine ältere Dame in einem Supermarkt geduldig auf Spanisch eine Paella empfahl.

Lernen über den Unterricht hinaus

Aus pädagogischer Sicht war das Auslandspraktikum weit mehr als berufliche Orientierung. Es ging um Sprachpraxis, interkulturelle Erfahrungen, Selbstständigkeit und persönliche Entwicklung. Die begleitenden Lehrkräfte beobachteten vor allem in ungeplanten Alltagssituationen wichtige Entwicklungsschritte: Wenn ein Bus verpasst wurde, etwas nicht sofort funktionierte oder sprachliche Hürden auftauchten, mussten die Jugendlichen eigene Lösungen finden und aktiv auf andere Menschen zugehen.

Das Projekt zeigt, wie unsere DPFA-Regenbogen-Schulen Rabenau zukunftsorientiertes Lernen verstehen: praxisnah, weltoffen und persönlichkeitsbildend. Aus anfänglicher Aufregung wurde im Laufe der zwei Wochen mehr Sicherheit. Und aus dem Wunsch, den eigenen Horizont zu erweitern, wurde eine Erfahrung, die vielen sicher noch lange in Erinnerung bleibt.

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